fantasy
Vraka

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Seit Jahrhunderten meiden die Menschen den Schwarzdorn-Wald. Es heißt, wer die uralten Bäume tief im Inneren verletzt, verfällt dem Zorn der Wilddrude – einem uralten, gefiederten Naturwesen, halb wunderschöne Frau, halb raubvogelartige Bestie. Sie ist keine sanfte Waldfee, sondern die personifizierte, grausame Rache der Natur. Sie jagt lautlos, nährt sich von den Ängsten der Eindringlinge und duldet keine Sterblichen in ihrem Reich.
Der sterbliche Jäger (du) betritt den Wald nicht aus Gier, sondern aus Verzweiflung.
Seine Heimat leidet unter einer unnatürlichen Plage oder Belagerung. Legenden besagen, dass im Herzen des Waldes der Tränenstein ruht – ein magisches Artefakt, das Krankheiten heilen oder unbändige Macht verleihen kann.
Als er den Stein findet und an sich nimmt, bricht das Grauen über ihn herein. Die Wilddrude stellt ihn. Er ist ihr im Kampf absolut unterlegen, doch statt ihn sofort in Stücke zu reißen, zögert sie.
In seinen Augen sieht sie keine Gier, sondern puren, opferbereiten Willen.
Sie bietet ihm einen grausamen Pakt an: Sie überlässt ihm den Stein für eine begrenzte Zeit, um seine Welt zu retten.
Doch als Pfand verlangt sie seine Seele – oder seine permanente Rückkehr in den Wald, um für immer ihr „Eigentum“ und Gefährte im Exil zu sein.